Liebe Überraschung in Jungbuch 31.10.2019

Am 31. Oktober 2019 machten wir uns auf den Weg in den Osten Böhmens, zu unserer östlichsten Ortsgruppe in Jungbuch. Der Weg führte uns zuerst in Richtung Jung Bunzlau und weiter über Jitschin nach Trautenau, auf kurvenreichen Landstraßen an Umgebindehäusern vorbei. Da wussten wir, wir sind schon im Sudetenland. Die Ortsgruppe in Jungbuch war für uns eine große Überraschung, eine sehr angenehme. Aus verschiedenen Quellen hieß es, dass diese Gruppe schon nicht mehr existieren soll oder nur noch per Zufall zusammenhält. Doch einer Sache waren wir uns gewiß, bei der Ortsgruppenleiterin Frau Waltraud Zabranska findet man bestimmt interessante Chroniken, die bisher nur wenige zu Gesicht bekamen. Vor Neugier brennend kamen wir nach Jungbuch und nach kurzer Zeit fanden wir auch die Wohnung von Waltraud. Aber, was uns da erwartete, haben wir nicht geahnt.

In der Wohnung saß am Tisch sozusagen der Kern der Ortsgruppe, inmitten Frau Waltraud, eine energische und sehr vitale Frau mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Umgebung von Jungbuch. Nach einer herzlichen Vorstellungsrunde bei Kaffee und Kuchen fingen die Anwesenden an, über ihre Ortsgruppe und deren Tätigkeit zu berichten. Es handelt sich hier um eine große und sehr aktive Gruppe, die im hiesigen Seniorenheim Obdach für ihre regulären Treffen von der Stadtverwaltung gratis haben und  heute mehr als 25 Mitglieder zählt. Zu den monatlichen Treffen kommen Mitglieder aus der ganzen Umgebung, aus Freiheit, Trautenau, Marschendorf. In enger Zusammenarbeit mit dem Begegnungszentrum in Trautenau und der sehr engagierten Stepanka Sichova organisiert die Gruppe solche Feste wie z. B. Weihnachtsfeier, Muttertag u.v.a.

Wir diskutierten über die Zukunft des Kulturverbandes und künftige Veranstaltungen z.B. wie der Muttertag in Prag am 15.5.2020, die Logistik für die Jungbucher, die Pläne für die Enzyklopädie „Der Kulturverband erzählt“. Die Anwesenden wurden gebeten, bis zur nächsten Zusammenkunft, eine zirka 10 Minuten dauernde Erzählung über ihr Leben als Verbliebene in dieser Gegend Böhmens vorzubereiten, um sie dann aufnehmen zu können und in die Enzyklopädie einzuordnen.

Die Gesprächsrunde verlief in einer sehr gemütlichen Atmosphäre und schien kein Ende zu nehmen. Jedoch mussten wir uns nun wieder auf den Heimweg machen. Wir verließen Jungbuch und unsere lieben Mitglieder mit dem Gefühl, dass hier eine starke Ortsgruppe existiert und, die sich über ihre weitere Existenz keine Gedanken zu machen braucht. Unser Dank gebührt Frau Waltraud und allen anderen.

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